achal-tekkiner

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Juni 2001

Das wichtigste, meiner Meinung nach, an einer artgerechten Haltung ist, das man den Pferden so viel Auslauf wie möglich gibt. Das heißt nicht, ein paar Stunden auf die Weide rausstellen, sondern Tag und Nacht. Zumindest im Sommer kommen unsere Pferde 24 Std. raus.... Und auch im Winter lassen wie sie von morgens an, bis abends in den Auslauf. Nur wenn es stark regnet kommen sie im Winter in die Box. Im Sommer bleiben sie auch bei Regen draußen. Unsere Pferde sind dementsprechend gesund und ausgeglichen. Ihre Freundlichkeit begeistert so manchen Besucher. Wenn man glückliche Pferde haben möchte, muß man ihnen das bieten, was sie dazu brauchen. Und das ist nun mal Bewegung/Freiheit.... Sicher nicht in den Größenordnungen, wie sie es in ihrer Heimat gewöhnt waren, aber dennoch im Rahmen unseren Möglichkeiten.

Gezelgul Juni 2001

 

Otrar und Rajmir

Wenn sie sich also dazu entschieden haben, einen Achal-Tekkiner zu kaufen, denken sie einfach daran, auf welchen großen Flächen diese Pferde aufgewachsen sind. Sie brauchen es , den größten Teil ihrer Zeit, auf einer Weide zu stehen. Sie werden nie das wirkliche Wesen Ihres Achal-Tekkiners kennenlernen, wenn sie ihn in eine Box einsperren. Wenn sie das verstanden haben, werden sie viel Freude mit dieser Rasse haben.

Juni 2001
Juni 2001

 

Typvoller Tekkenkopf..."Kiparis"
Geschichte
Achal-Tekkiner, sie gelten als die älteste und schönste Pferderasse. Die Tekken, ein Volksstamm der sich von
Pferdezucht und Raub ernährte, gab dieser Pferderasse ihren Namen. Beheimatet war dieser Stamm zwischen
den Gebirgsketten des Koped-Dag und den wasserlosen Sandlandschaften des Kara Kums. Dieses Hirtenvolk
ließ sich, in großen Trockenzeiten von fremden Kriegsherren als Söldner anwerben. Wenn diese Erwerbsquelle
ausfiel, überfielen die Tekken Karawanen auf ihren Handelswegen von Buchara nach Persien, sowie vom
Kaspischen Meer nach China, die durch die achal-tekkinische Oase führten. Die sehr kargen Wüsten und Steppen
ließen die Achal-Tekkiner bemerkenswert genügsam werden. Tagelang mußten sie mit nur sehr wenig
oder gar keinen Wasser auskommen. Selbst heute noch kann man feststellen, das Achal-Tekkiner mit weit weniger
Wasser auskommen als andere Pferderassen.
Auch die Ahnenschaft des Achal-Tekkiners ist archäologisch hinterlegt. In den bekannten Pazyryk Gräbern
wurdenPferdeleichen gefunden, die aus den ersten Jahrtausend vor Christus stammen. Durch besondere klimatische Verhältnisse in den Kammern der Gräber, waren organische Stoffe nahezu unverändert konserviert wurden.
Die Ähnlichkeit mit dem heutigen Achal-Tekkiner, von fast unversehrten Pferdekörpern die analysiert wurden,
ist unbestreitbar.Bei archäologischen Ausgrabungen in Aschchabad/Turkmenistan wurden über 2500 Jahre alte Pferdesklette gefunden. Diese bestätigen ebenfalls ihre Verwandtschaft zum heutigen Achal-Tekkiner.
Auch Schilderungen besagen ,das im Reich der Indogermanischen Baktrer, an den Nordhängen der afghanischen Gebirgskette, Pferde gezüchtet wurden, die den heutigen Achal-Tekkiner stark ähnelten. Kriege und Völkerwanderungen im laufe der Jahrhunderte verschlugen den Achal-Tekkiner auch in Länder westlich von Afghanistan, wo es die dortigen einheimischen Rassen zum späteren arabischen Vollblüter veredelte.

 

Der Achal-Tekkiner und seine Mitmenschen:

Leider in sehr vielen Fällen, kein harmonisches Verhältnis. Im Gegenteil. Es gibt sehr viele Menschen die sich nur wegen dem Aussehen einen Tekken kaufen. Sie wissen so gut wie nichts über diese Pferde. Müssen sie das denn???

Spätestens nach ein paar Monaten, wenn dieses wunderschöne Tier des öfteren gezeigt hat, das es auch ein Eigenleben hat, spätestens da, merken die meisten, das sie nicht mit dieser Rasse zurecht kommen. Sei es weil sie zu wenig Erfahrung im Umgang mit Achal-Tekkinern und im allgemeinen mit Pferden haben oder weil sie den Achal-Tekkiner gar nicht als Pferd gesehen haben.
Hengste werden dann erst mal gelegt ( kastriert ) dann wird ER schon ruhiger und sein Temperament, so denkt man, wird gleich mit gelegt.
Leider ändert das Kastrieren nichts am Charakter des Tekken. Also trennt man sich am Ende doch von IHM. Weil...? Was soll man mit einen Pferd, mit dem man nicht zurecht kommt, weil es einfach nicht parieren will.... Das beste was einen solchem Tekken passieren kann. Der Verkauf und die Chance einen RICHTIGEN Besitzer zu bekommen.

Dann gibt es leider noch die Menschen die eher zufällig an einen Tekken kamen, wie ist egal, vielleicht das oben beschriebene Pferd billig erworben.... und nun wirklich überhaupt keine Ahnung von Pferden haben. ( Einen solchen Fall kenne ich persönlich, aber man will ja keine Namne nennen ) Vielleicht meinen sie es ja gut mit ihren Pferd, aber was hat das Pferd davon?... Es wird geritten, auch wenn es "schont".... es lahmt ja nicht. All das was man irgendwo liest, hört, wird an der armen Kreatur ausprobiert.
Man verhätschelt und tut nur das, was das Pferd möchte oder eben nicht. Man hat ja Ahnung...besitzt man doch einen Achal-Tekkiner...Solche Pferde werden entweder zickig, nervig oder sie resignieren. Was für ein Pferdeleben....:-(

Zum Glück gibt es auch sehr viele Menschen, die wissen was ein Achal-Tekkiner ist, wissen warum sie diese Rasse bevorzugen und dementsprechend mit Ihren Pferden umgehen. *gottseidank*

Galina Gezelgul Kiparis Kiparis Gezelgul
Ongusch Rachatgul Rahzan Rahzan Rajmir Dor
Rajmir Dor Kiparis Rahzan Rahzan Rahzan

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